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Diagnose
der akuten HIV-Infektion
Die
frühzeitige Diagnose der HIV-Infektion trägt - wie Experten am 10. Österreichischen
AIDS-Kongreß, der am 12. Und 13. November 1999 in Wien stattfand, berichteten
- nicht nur zur Prävention weiterer Infektionen bei, sie kann auch für den Betroffenen
deutliche Vorteile bringen.
Von
Dr. Sigrid Ofner (Aids Hilfe
Wien)
Bei rund 50 bis 70% der Neuinfizierten kommt es ca. eine Woche bis 10 Tage nach
der Exposition zum Auftreten der für die akute HIV-Infektion typischen Symptome,
die Prim. Univ. Prof. Dr. Norbert Vetter, Vorstand der 2. Internen Abteilung des
Pulmologischen Zentrums der Stadt Wien, folgendermaßen beschreibt:
"Insgesamt zeigt sich das Bild eines grippalen Infektes, mit ieber, Kopfschmerzen,
Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und Lymphknotenschwellung. Darüberhinaus kann
ein Hautausschlag auftreten."
Sowohl Arzt als auch Patient sollten bei vorangegangenem Ansteckungsrisiko und
genannter Symptomatik an die Möglichkeit einer akuten Infektion mit dem HI-Virus
denken. Der Nachweis der HIV-Infektion kann so kurz nach der Ansteckung nur über
einen direkten Virusnachweis (PCR = Polimerase-chain-reaction) erfolgen, da zu
diesem Zeitpunkt noch keine Antikörper gebildet wurden und ein ELISA-Test daher
auf jeden Fall negativ wäre.
"Das Erkennen der akuten HIV-Infektion ist vordringlich", betont Vetter, "da eine
rechtzeitige Therapieinitiierung Bedeutung für die Prognose der Betroffenen hat.
Zum Zeitpunkt der akuten HIV-Infektion ist die Virusreplikation sehr hoch, wodurch
es zu extremen Virusbelastungen kommt. Durch die Behandlung kann eine Verbesserung
der immunologischen Situation erreicht und der weitere Verlauf der Erkrankung
beeinflußt werden."
Begonnen werden sollte die Behandlung mit einer hochaktiven antiretroviralen Therapie
(HAART), bestehend aus drei Medikamenten, und zusätzlicher Verabreichung immunstimulierender
Substanzen. Zur bisher noch diskutierten Frage, ob die HAART einige Monate nach
diesem sehr frühen Beginn unterbrochen werden soll oder auf Dauer durchgeführt
werden soll, laufen zur Zeit mehrere Studien.
Homepage der AIDS-Hilfen
www.aidshilfen.at)
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